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31. March 2022

0 Minuten Lesezeit

DIGITALE MUFFEL AUFGEPASST

So kann Ihr Unternehmen von Ihrer Social Media Präsenz profitieren

Unsichtbar werden ist das Horrorszenario für ein Unternehmen. Wer digital nicht auffindbar ist, verpasst die Chance, sich selbst und das eigene Unternehmen in der Branche erfolgreich und deutlich zu positionieren und nach außen glaubwürdig zu wirken. Auch wenn man es schon oft gehört hat: Präsenz auf LinkedIn und Co zu zeigen, ist heutzutage wichtiger als jemals zuvor. Letzte Zweifel daran sollte der folgende Beitrag beseitigen.

Maschinenwerk vs. Neumaschinen – eine Geschichte über digitale Sichtbarkeit

 Jörg ist ehemaliger Produktionsleiter und inzwischen Geschäftsführer von Maschinenwerk, einem (fiktiven) mittelständischen Unternehmen. LinkedIn hat er zwar schon mal gehört, denkt aber nicht daran, sich vermehrt mit Social Media auseinanderzusetzen. Seine Prioritäten liegen bei der Qualitätssicherung seiner Maschinen, der Planung zukünftiger Investitionen und der rechtlichen Vertretung des Unternehmens. An Maschinenwerk liegt ihm viel, deshalb setzt er sich für die Dinge ein, die ihm wichtig scheinen. Außerdem ist er ja auch Ansprechpartner für sein Team.

Die Geschäfte seines Unternehmens laufen gerade noch ganz in Ordnung. Aber seit Längerem wundert sich Jörg, warum kaum noch Neukunden seine Dienste in Anspruch nehmen. Dabei gehört die Sicherung der Auftragslage auch in seinen Aufgabenbereich als Geschäftsführer. „Das liegt bestimmt nur an der Verlagerung ins Ausland…“, denkt er sich.

Michael hat einen ähnlichen Lebenslauf wie Jörg: In der Produktion hat er seinen Berufsweg begonnen, viele Kompetenzen dort erworben und sich, eher aus Notwendigkeit, zur Führungskraft weitergebildet. Heute ist er Geschäftsführer bei Neumaschinen, einem (ebenfalls fiktiven) mittelständischen Unternehmen. Auch er plant die Zukunft seines Unternehmens und vertritt es gut und gerne.

Im Gegensatz zu Jörg findet Michael LinkedIn spannend, weil er sich dort mit Gleichgesinnten und potenziellen KundInnen auf der ganzen Welt vernetzen kann. Denn jeder kennt jeden über irgendwelche Ecken…

Über die Auftragslage macht er sich momentan keine Sorge, denn Neukunden gibt es zum Glück einige. Der Plan ist eher zu expandieren.

VERNETZUNG

Auf LinkedIn sind über 57 Millionen Unternehmen und über 756 Millionen Personen weltweit zu finden. Ohne Social Media kennt jeder jeden über durchschnittlich 6,6 Ecken. Durch LinkedIn kann man diese Personen finden und die Eckenanzahl zusätzlich verringern. Was auf alle Fälle klar ist: Wer Präsenz zeigt, hat das Potential, auf viele Neukunden zu stoßen.

Jörg macht sich Sorgen. Denn zwei seiner besten MitarbeiterInnen verlassen ihn bald und NachfolgerInnen sind nicht in Sicht. Nur gut, dass die Auftragslage nicht allzu viel Druck auf Maschinenwerk legt, denn sonst könnte er nicht liefern. Er fragt die Personalabteilung, ob die Stellenausschreibungen auch wirklich überall geschalten sind. „Ja.“, heißt es. Doch Bewerbungen sind noch keine da.

Auch bei Michael steht ein Personalwechsel an. Doch er hat schnell gehandelt und die Stellenanzeige auf seinem LinkedIn Profil geteilt. Da es ihm am Herzen liegt, hat er den Post mit ein paar persönlichen Zeilen versehen.  Er muss sich jetzt zwischen mehreren kompetenten BewerberInnen entscheiden.

FACHKRÄFTEMANGEL

Fachkräftemangel ist eines der größten Hürden für mittelständische Unternehmen. Weshalb das so ist und welche Maßnahmen Sie neben Michaels Strategie zusätzlich ergreifen können, erklärt dieser Artikel.

Gedankenflug ist ein (fiktives) Unternehmen, das Schreibwaren verkauft und eine neue Verpackungsmaschine benötigt. Die letzte war von Maschinenwerk. Auch wenn sie zuverlässig war, ist die Anschaffung schon lange her und es spricht ja nichts dagegen, sich umzuschauen.

Beim Rechercheprozess stößt die verantwortliche Gedankenflüglerin auf Michaels LinkedIn Profil. Sie ist begeistert, wie sympathisch und gleichzeitig seriös er sich präsentiert. Sein Auftritt verkörpert genau das, was Neumaschinen auf seiner Website behauptet. Das steht für Glaubwürdigkeit.

Jörgs LinkedIn Profil: nicht existent. Für eine digitale Recherche heißt das: Jörg ist nicht existent.

Auf Michaels Profil erzählt er seine Geschichte. Von Produktionsmitarbeiter über den Abteilungsleiter bis hin zur Führungskraft hat er sich hochgearbeitet. Neumaschinen bedeutet ihm viel, das merkt man. Das Logo hat es sogar auf sein Titelbild geschafft. Außerdem wirkt er gleichzeitig sehr kompetent und trotzdem nahbar. Denn er erzählt neben Fachlichem auch von seinen persönlichen Erlebnissen aus dem Arbeitsalltag. Nachdem das Unternehmensprofil von Gedankenflug ihm folgt, folgt er zurück und lässt sogar eine nette Nachricht da.

(UN-) SICHTBARWERDEN

Früher sind Leute nur dann verschwunden, wenn sie das Unternehmen gewechselt haben oder in Rente gegangen sind. Heute kann digitale Unsichtbarkeit zu einem Verschwinden führen. Wer aber online aktiv ist, rückt ins Blickfeld.

Jörg ist inzwischen in Rente. Bei Maschinenwerk ging es bergab, aber er konnte da nichts mehr machen. Unter seinem Nachfolger ist das Unternehmen leider bankrottgegangen. Dabei war es ihm doch so wichtig. Manchmal denkt er noch daran, meistens beschwert er sich aber über die ganzen neuen Technologien und Geräte, die ihm das Leben angeblich leichter machen sollen. Jedes Mal muss er seine Enkel fragen, wie das denn funktionieren soll…

Michael ist auch in seinem verdienten Ruhestand. Davor hat er es tatsächlich geschafft zu expandieren – Neumaschinen heißt inzwischen New Machines und ist auch außerhalb von Deutschland erfolgreich. Er lehnt sich in seinem Stuhl zurück, schaltet sein Tablet an, um zu schauen, was der CEO von New Machines so über Michaels Vermächtnis postet.

Wettbewerbsfähigkeit durch Social Media für Unternehmen

Zugegeben, die Geschichte von Jörg und Michael mag ein wenig zugespitzt sein. Doch wer gänzlich auf moderne Angebote verzichtet, während die breite Masse sie schon selbstverständlich nutzt, wird unweigerlich Probleme haben. Das gilt zwar auch für Privatpersonen, aber noch mehr für Führungskräfte, Vertriebler und ihre Unternehmen. Wettbewerbsfähigkeit sichern heißt mitzumischen, auch wenn es sich „nur“ um Social Media handelt.

Was macht Jörg also falsch?

Jörg hält LinkedIn nicht für wichtig, obwohl es seine Schnittstelle zur Außenwelt ist. Das Sprachrohr, das ihm und seinem Unternehmen Gehör verschafft. Vielleicht setzt ihn das auch unter Druck und er hat Angst vor Fehltritten. Aber lieber nichts posten als das Falsche bringt ihn ja auch nicht weiter. Maschinenwerk war vielleicht mal heimlicher Technologieführer, ausschließlich über seine Produkte oder Innovationen punkten reicht heute aber nicht mehr. Denn die Öffentlichkeit ist jetzt digital. Auch als digitaler Muffel kann man sich nicht gegen diese Entwicklung wehren. Im Gegenteil: Das Tempo der Digitalisierung wird immer schneller. Den ersten Computer gab es 1942, die erste E-Mail wurde 1971 verschickt. Heute jagt eine technische Errungenschaft die nächste – wer weiß schon, was in 5 Jahren alltäglich ist, wenn bereits heute Virtual Reality, Künstliche Intelligenz und Co eine so große Rolle spielen.

Was macht Michael also richtig?

Michael hat keine Angst vor Veränderungen und passt sich an die gegebene Situation an. Er nutzt die Technik für sich und zeigt sogar Initiative dabei. Das macht den Unterschied. Sicherlich sind ihm auch inhaltliche Themen von Neumaschinen wichtig, er achtet auf Produktqualität und Innovation. Aber er weiß auch, dass er dafür kompetente MitarbeiterInnen hat, mit denen er in Kontakt steht.

Als Geschäftsführer präsentiert er sich (online) als Teil des Unternehmens. Nur irgendetwas auf LinkedIn posten reicht nicht – authentisch sein, ein wenig Persönlichkeit und die eigene Geschichte zeigen. Das macht den Unterschied. So schafft er es:

  • Glaubwürdigkeit & Seriosität auszustrahlen
  • Sich selbst und das Unternehmen sichtbarer zu machen
  • Die emotionale Komponente der Kaufentscheidungen anzusprechen
  • Fachkräfte zu überzeugen
  • Neukunden zu akquirieren

Fazit

Es führt kein Weg mehr daran vorbei. Digitale Sichtbarkeit ist ein Funke, der Unternehmenserfolg erst richtig zum Glühen bringen kann. Für die führende Etage heißt das: bloß keine Scheu vor Social Media für Unternehmen. Unsichtbar werden ist schlimmer als vielleicht mal einen Post abzusetzen, der nicht so gut läuft. Löschen kann man den immer noch…die Unsichtbarkeit bleibt.

Wenn Sie Unterstützung bei ihrer Social Media Umsetzung benötigen, oder sich und Ihr Unternehmen anderwärtig in ein anderes Licht rücken möchten, können Sie uns hier jederzeit kontaktieren. Wir freuen uns auf inspirierende, freundliche und interessante Gespräche und greifen Ihnen gerne unter die Arme. Außerdem bieten wir immer wieder spannende und lehrreiche Seminare zum Thema CEO-Kommunikation (auf LinkedIn) an.

Das nächste Seminar möchten Sie nicht verpassen? Dann melden Sie sich hier zu unserem B2B Newsletter an und bleiben Sie immer auf dem neusten Stand.

 

Quellen:

LinkedIn Statistik

Jeder kennt jeden-Gesetz

Social Media Netzwerk Statistik

carla-mather

Autorin

Carla Mather

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