back
back
29.09.2021 / Allgemein / B2B Marketing / Blog / Content Creation / Datadriven Marketing / Praxistipps / Storytelling

Blog-Artikel

Erfolgreiches Newsletter Marketing

Neue Abonnenten im Handumdrehen

Newsletter Marketing ist schon lange nichts Neues. Rund 751.000 Unternehmen in Deutschland nutzen das Medium E-Mail-Marketing und 87% der B2B Marketer verwenden Newsletter als Vertriebskanal. Also ja, die regelmäßigen Update E-Mails sind inzwischen fester Bestandteil der Eigenkommunikation, Bestandskundenpflege und Leadgenerierung. Ihre Vorteile liegen auf der Hand:

  • Mehr Traffic auf den Unternehmensseiten
  • Plattform zur Kommunikation der Marken- und Unternehmenswerte sowie von Produkt- und Unternehmensnews
  • Instrument zur Kundenbindung und Neukundengewinnung

Einen Haken gibt es allerdings – die Newsletter Abonnenten. Denn logischerweise sind sie die Grundvoraussetzung für nachhaltiges und erfolgreiches E-Mail-Marketing.

Unser Beitrag zeigt, worauf man achten muss, damit ein Newsletter tatsächlich bei den richtigen Adressen ankommt und somit sein volles Potential ausschöpft.

 

Sehen, Sichten, Sichtbarkeit

Ob auf der Website oder auf anderen Kanälen, anmelden kann sich nur wer auch sieht, dass es einen Newsletter gibt.

 

Nicht jeder möchte sich für einen Newsletter anmelden. Das ist selbstverständlich auch in Ordnung. Doch stellen Sie sich vor, jemand möchte sich anmelden, doch weiß nicht wie und wo. Das wiederum ist nicht in Ordnung.

Man sollte daher sicherstellen, dass der Weg zur Anmeldung eben nicht zu einer endlosen Suche verkommt. Das kann man ganz einfach vermeiden, indem man das Newsletter-Anmeldeformular prominent auf die Startseite platziert. Auch im Footer, sowie in der Sidebar und in der Über-uns-Seite sollte eine Möglichkeit zur Newsletter-Anmeldung vorhanden sein.

Pop-Ups dagegen sind so eine Sache. Auch wenn sie eine Anmeldung leicht machen und definitiv sichtbar genug sind, können sie beim Website-Besucher auch einen Reiz zum wegklicken der gesamten Seite auslösen. Wer sich schon einmal vor einer Pop-Up Attacke schützen musste, weiß das sicherlich.

Daher hilft ein klarer, nicht zu unauffälliger Call-to-Action Button:

Crossmedial Ansatz

Die Website ist aber nicht der einzige Kontaktpunkt zu neuen Newsletter Abonnenten. Die besten Resultate erreicht man, wenn die Anmeldung durch eine crossmediale Strategie sichtbar ist.

Das heißt, der Newsletter soll auch wirklich an allen Touchpoints angeworben werden. Dazu gehören:

  • Blogbeiträge
  • Social Media
  • E-Mails
  • E-Mail-Signaturen
  • Mündliche Kommunikation (am Telefon oder persönlich)

Mehr über die einzelnen Touchpoints und Strategien während der Customer Journey erfahren Sie in diesem Artikel.

 

Datenschutzverletzung? Nein danke.

Gerade wenn man Interessenten mündlich von einem Newsletter-Abo überzeugen möchte, geht kein Weg daran vorbei, sich mit den rechtlichen Rahmenbedingungen auseinanderzusetzen. Denn nur weil eine Person am Telefon einräumt, sie habe Interesse an einem Newsletter, darf man ihre Mailadresse rein rechtlich nicht einfach so zum Verteiler hinzufügen.

 

DOI-Verfahren

Mit dem Double Opt-In Verfahren, sinngemäß der doppelten Einverständniserklärung, stellt man sicher, dass der Mailbesitzer sich wirklich selbst zum Newsletter angemeldet hat. Denn laut Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) muss ein Newsletter Abonnent der Speicherung und Verarbeitung seiner Daten nachweislich zugestimmt haben.

Durch das DOI-Verfahren geben Empfänger nicht bei Angabe der Daten per Mausklick die Erlaubnis zum Versand des Newsletters, sondern müssen dies zusätzlich über einen Link bestätigen. Hierfür wird eine E-Mail separat verschickt. Ist die Abbrecherquote bei der Registrierung auffällig hoch sollte man überprüfen, ob die Mail tatsächlich verschickt wurde, oder ob sie eventuell im Spam-Ordner landet. Auch bei der Bestätigungsmail sollte der Bestätigungslink gut sichtbar sein.

 

Transparenz

In der eigenen Datenschutzerklärung muss unbedingt auch der Newsletter und der Umgang mit den Abonnentendaten transparent gemacht werden. Am besten betont man, dass man gesammelte E-Mail-Adressen keinesfalls verkauft oder anderweitig unseriös damit handelt. So entsteht übrigens auch ein kleiner Vertrauensbonus.

Zu einem transparenten Newsletter Abonnement gehört auch, dass der Abmelde-Link ersichtlich ist. Außerdem muss laut Telemediengesetz jeder Newsletter ein Impressum besitzen.

 

In der Anmeldung liegt die Kraft

Rechtlich gesehen darf man bei der Anmeldung für einen Newsletter nur erforderliche Daten abfragen. Das ist aber auch deshalb gut, weil eine einfache und übersichtliche Anmeldung viel kundenfreundlicher ist als unnötig komplizierte Formulare. Für eine kundenfreundliche Anmeldung gilt:

  • Datensparsamkeit
  • Verständlichkeit
  • Unkomplizierte und schnelle Eingabemöglichkeit
  • Verfügbarkeit auf mobilen Geräten

42% aller E-Mail-Öffnungen finden über mobile Apps statt. Stellen Sie daher sicher, dass auch dort Anmeldung und Newsletter reibungslos funktionieren.

 

Mehr Wert durch Mehrwert

Selbstverständlich spielen auch Themen eine ausschlaggebende Rolle, ob sich Personen für einen Newsletter entscheiden oder nicht. Es gilt daher:

Neugier wecken

Gerade wenn etwas im Postfach landen soll, möchten Nutzer, dass der Inhalt auch wirklich interessant und neu ist. Die Themen in der nächsten monthly Mail können daher ruhig angeteasert werden. Ehrlich, aber spannend gemacht.

Abgesehen von der geweckten Neugier kann man auch Inhalte schmackhaft machen, indem man sie exklusiv für Newsletter Abonnenten anbietet. Man sollte allerdings auch hier aufpassen, denn mit Freebies (kostenloses Whitepaper, etc.) zu locken kann auch nach hinten losgehen:

Wenn man sich für einen Newsletter anmelden (und damit seine E-Mail-Adresse herausgeben) muss, um einen Download zu erhalten, kann die Einwilligung als nicht freiwillig interpretiert werden. Das widerspricht wiederum der Einwilligungserklärung nach dem DSGVO. Außerdem wirken Formulierungen wie “gratis” oder “kostenlos“ schnell spamverdächtig oder unprofessionell.

Eine Lösung hierfür: kostenlose Dokumente für alle anbieten, aber bei Aktualisierung im Newsletter die neuste Version zur Verfügung stellen.

 

Relevanter und zielgruppenspezifischer Content

Neben Neugier spielt die Relevanz die ausschlaggebende Rolle, ob sich jemand für ein Newsletter Abonnement entscheidet oder nicht. Deshalb gilt: Je individueller, desto besser.

Die Inhalte müssen der Zielgruppe Mehrwerte bieten und auf sie maßgeschneidert sein. Dass Sprache und Design zum Unternehmen, wie zu KundInnen passen, muss selbstverständlich sein. Und wenn es Möglichkeiten zur Personalisierung gibt, sollten diese auch unbedingt genutzt werden.

Mehr Informationen zum optimalen (Newsletter) Text finden Sie in diesem Artikel.

 

Letzter Tipp: Jede Anmeldung nutzen

Direkt nach der Anmeldung ist das Interesse der Newsletter Abonnenten am höchsten und damit auch die Öffnungsrate. Daher sollten direkt im ersten „Willkommens-Newsletter“ die wichtigsten Angebote und Informationen zum Unternehmen enthalten sein.

 

Fazit

Ein Newsletter ist ein wertvolles Tool für optimale Kundenbeziehungen, neue Leadgenerierung und die Verbesserung der Sichtbarkeit einer Marke. Mit unserer Newsletter Checkliste und ein wenig Geduld können Sie die Möglichkeiten Ihres Newsletters optimal ausnutzen. Hier geht’s zum kostenlosen Download unserer Newsletter-Checkliste.

Wenn Sie sich auch für andere Themen der digitalen Kommunikation im B2B Bereich interessieren, können Sie sich hier zu unserem Newsletter anmelden und hier mit uns Kontakt aufnehmen. Wir freuen uns stets über spannenden Austausch rund um das Thema B2B Marketing und Kommunikation.

 


 

Quellen:

Impulse: So erreichen Sie mehr Kunden per E-Mail

It-daily: Tipps für mehr Newsletter-Abonnenten

Seokratie: Neue Newsletter-Abonnenten gewinnen

Mailingwork: Erfolgreiche Newsletter Texte

t3n: Erfolgreiches E-Mail-Marketing

Hubspot: E-Mail-Marketing

 

Statistiken:

E-Mail-Marketing in Deutschland

E-Mail-Marketing Statistiken Sammlung

 

 

Autorin

Franziska Köhl

Head of Corporate Communications