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30.04.2021 / Allgemein / B2B Marketing / B2B Text / Blog / C-Level Kommunikation / CEO Kommunikation / Content Creation / Führung / Praxistipps / Thought Leadership

Blog-Artikel

Thought Leadership und Ingwereis

Der Unterschied vom CEO zum Visionär

Der CEO ist die Marke in der Marke eines Unternehmens und steht intern wie extern für die Unternehmenswerte ein. Dabei versinnbildlicht er Strategie und Werte gleichermaßen. Seine Reputation kann dem Image der ganzen Branche helfen, aber auch schaden. Führungskräfte repräsentieren das Unternehmen nicht nur, sie ermöglichen auch eine Identifikation für Bezugsgruppen, bieten Medien- und Nachrichtenwerte und geben dem Unternehmen ein Gesicht. Neben dem tatsächlichen wirtschaftlichen Erfolg sind die persönlichen Fähigkeiten ausschlaggebend, echte Motivatoren in der Tätigkeit als Führungskraft zu haben. Nur die wenigsten CEOs und Führungskräfte sind tatsächliche Thought Leader. Thought Leadership ist ein wichtiges Werkzeug wenn es darum geht, nicht nur das Unternehmen gut zu positionieren, sondern mit seinem CEO als Vordenker und Visionär für eine Branche Geltung zu erreichen.

Wir erklären, weshalb das so ist und zeigen auf wie Sie selbst herausfinden können, welches Potential in Ihnen schlummert.

 

Vision, Mission und die Frage nach dem Warum

Führung bedeutet die zielorientierte soziale Einflussnahme zur Erfüllung gemeinsamer Ziele in und mit einer strukturierten Arbeitssituation. Dabei ist es wichtig, gewisse Kernfragen zu beantworten:

 

Eine Führungskraft ist dabei Experte auf ihrem Gebiet und dient als wichtiges Vorbild. Kommt nun eine intrinsische Motivation dazu, die eigene Vision und Mission mit der ganzen Welt teilen zu wollen, ist eine Grundvoraussetzung für die Entwicklung zum Thought Leader geschaffen. Gestaltungswille und Umsetzungsstärke gepaart mit charismatischer Führungskompetenz und einer starken Vision sind die übrigen Zutaten. Grundsätzlich kann man sechs Menschentypen von Führungskräften unterscheiden:

 

Auch wenn es cool klingt: Nicht jeder ist zum Entertainer, Strukturgeber oder Menschenversteher geboren. Hier ist es essenziell, auf die eigenen Fähigkeiten und auch Vorlieben zu achten, diese zu nutzen und auszubauen. Denn der Mensch ist bekanntermaßen am effizientesten, wenn er das tut, was er gerne hat.

 

Das Tüpfelchen auf dem i: Was Thought Leader besonders macht

Sie sind weit über Ihre Branche hinweg bekannt, beeinflussen ganze Wirtschaftszweige und die Politik gleichermaßen. Mit ihren Visionen zeigen Sie eine Welt auf, wie sie oft nur schwer vorstellbar ist. Gerne werden sie zuerst als Spinner abgetan, bis auch die breite Mehrheit verstanden hat, wie sehr ihre Ideen die Welt verändern. Sie inspirieren andere, beeinflussen die öffentliche Diskussion, werden für ihre herausragende Fachexpertise geschätzt und setzen neue Impulse. Steve Jobs, Bill Gates und Elon Musk zählen sicherlich zu den bekanntesten Vertretern. Damit beeinflussen sie auch die Unternehmensreputation stärker, als es eine „normale“ Führungskraft jemals könnte. Zusammengefasst: Ein Thought Leader, zu Deutsch Vordenker, bündelt eine Autorität, die auf persönlichen Eigenschaften und überlegtem Wissen beruht, mit dem Talent zu Innovation und wird so zu einem Visionär.

Folgende Checkliste zeigt, ob man persönlich die Voraussetzungen für eine Thought Leadership Rolle hat:

 

Die Sache mit dem Ingwereis

Es gibt unzählige Sorten: für Schokoliebhaber, für Experimentierfreudige und Exoten. Viele Farben, Formen, laktosefreie Sorten oder welche aus Ziegenmilch. Vanille, Cookies, Schokolade, Maracuja oder Basilikum– für jeden Geschmack und jede Situation gibt es die perfekte Auswahl an Speiseeis. Aber es gibt eben auch Ingwereis. Und hier ist es wie mit Führungskräften: Denn nur die wenigsten sind zum Thought Leader geboren. Nicht jeder mag Ingwereis, auch wenn es ganzjährig für Sommer wie Winter, Erfrischung und Wärme, Individualität und eher ungewöhnliche Vorlieben steht.

Icon einer Glühbirne, was für die Fähigkeiten von Thought Leadern repräsentieren soll

Und das ist nicht schlimm, denn es muss nicht immer gleich bei jedem das Ziel eine gedankliche Weltherrschaft sein. Manchmal ist es besser, im Kleinen Dinge zu verändern, sich selbst treu zu bleiben und seine eigenen Fähigkeiten so einzusetzen, wie sie einem selbst Erfüllung bieten. Dabei sollte man sich an den großen Visionären unserer Zeit orientieren aber immer man selbst bleiben. Auch so kann man mit seinen eigenen Visionen das direkte Umfeld bereichern, viel mehr als wenn man nur eine Rolle spielt. Wer weiß, was daraus wird, denn die Veränderung einer Gesellschaft beginnt immer bei einem selbst. Und vielleicht ist gerade dadurch jeder auf seine individuelle Art die perfekte Eiswahl für genau diesen Moment!

 

Sind Sie an weiteren Informationen rund ums Thema Thought Leadership interessiert? Gerne unterstützen wir Sie im Feinschliff Ihres persönlichen Führungsstils.

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Was bedeutet für Sie Thought Leadership? Wie sind Ihre Erfahrungen mit Führungskräften aber auch als Führungskraft selbst? Wir wollen es wissen und freuen uns über Ihre Anmerkungen, Kommentare und Erfahrungen.

 


Weitere Quellen:

The CEO Content Strategy – Forbes Magazine

How CEO Reputation Impacts the Corporation – reputationmanagement.com

The state of Corporate Reputation in 2020 – Weber Shandwick & KRC Research

Reputation Capital Public – Tableau Public

Reputation und Unternehmenserfolg – ResearchGate

Thought Leadership – Toushenne

Schubert, K. & Klein, M.: Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2018. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

Kirchler, E. (Hg.): Arbeits- und Organisationspsychologie

Laurence J. P. & Hull, R. (1972): Das Peter-Prinzip oder die Hierarchie der Unfähigkeit